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Vom Scheitern der Agenturen und Werbeprofis.

Ja, die Wahrheit ist unbequem. Niemand möchte scheitern. Scheinbar möchte aber auch niemand in diesen Tagen lernen. Die hochgerühmte Werbebranche hat nach wie vor nette „Kreative“ und tolle Ideen für Großkunden, die noch immer Geld für wenig messbare Werbung im TV, Markenbildung unter dem Pseudonym „Brand Awareness“ und vielen netten Kleinstkampagnen ohne Nachwirkung nicht nur sprichwörtlich zum Fenster rauswerfen.

Dennoch wächst der Druck der Industrie auf die Werbebranche wenn es um die Wirkung und vor allem den hochgelobten Return on Investment geht. Heruntergebrochen: Wieviel Geld verdienen wir, wenn wir die Agentur damit beauftragen Briefe in die Welt zu senden. „Adressen? Keine Ahnung, sollten wir aber haben. Machen Sie was draus, Sie bekommen ja Geld dafür.“

Was macht die Agentur? Liefert vielleicht noch eine nette Idee, die der Kunde in den wenigsten Fällen vollumfänglich bezahlen möchte. In Sachen Umsetzung geht es dann schnurgerade bergab. Durchweg egal, ob es sich um digitale oder analoge Medien handelt. Es werden sämtliche Philosophien über Bord geworfen, Billig zählt – der Kunde lebt es ja vor. Da werden große Ideen auf standardisiertes Niveau heruntergebrochen.

[Tweet „Es werden sämtliche Philosophien über Bord geworfen, Billig zählt – der Kunde lebt es ja vor.“]

Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit
meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen. – Walter Rathenau (1867 – 1922)

Doch warum? Nur weil der Kunde für wenig Geld die maximale Leistung erwartet? Hat er das nicht schon immer? Ist das nicht das Gesetz der Wirtschaft? Hier können die alten Herren aus dem 19. Jahrhundert schon ganze Liederalben füllen. Aber Vinylplatten kann ja niemand mehr abspielen.

Könnte es nicht zumindest eine Überlegung wert sein, wenn man in Betracht zieht, daß aufgrund des immer höher werdenen Erwartungsdrucks seitens des Kunden, aber vielleicht auch innerhalb der Gesellschaft ansich, der Werber von heute all seine guten Vorsätze vergißt und sich an das Schema-F hält. „Geht auch einfach, haben wir schon immer so gemacht, wird schon reichen…“ Auch hier ist die Liste beliebig erweiterbar. Doch bringt es das gewünschte Ergebnis? Die Kunden wechseln munter fröhlich die Agenturen. Niemand unterschreibt mehr 2-5 Jahre dauernde Agenturverträge, der Kunde mag auf einmal projektbezogene Aufträge. Was macht die Agentur? Stellt um auf Standard und wundert sich noch einfacher austauschbar zu sein.

Wer ist aktuell erfolgreich: diejenigen, welche Ihre Leistungen am Markt gekonnt platzieren und auch den Wert nicht nur kommunizieren, sondern auch fordern und letztendlich erhalten. Kunden werden von Onlineangeboten gelockt. Was es da alles gibt: Onlinegestaltung bis hin zum Druck von Visitenkarten. Bislang war ein Feinstpapier, empfohlen von einer Agentur aus den Neunzigern unabdingbar.  Für falsche Bestellungen wurden Mitarbeiter gefeuert. zugegeben übertrieben formuliert, aber die Richtung stimmt. Schlagartig reicht ein Bilderdruck-Papier aus. „Und warum hat mir die Agentur eigentlich nie nur €9,90 sondern deutlich mehr berechnet? Warum wollte die auch noch Geld für die Gestaltung haben? – Ist doch hier im weltweiten Netz alles inklusive.“

Nein, dies ist keine dieser ebenso typischen Anfeindungen mit den Onlinedruckereien. Wie eh und je gibt es hier eine klare Daseinsberechtigung – und DATABECKER hatte schon Ende der Neunziger tolle Software für die Gestaltung von Druckstücken am heimischen Firmen PC. Standardisierte Produkte können diese hervorragend fertigen, auch schon besondere Veredelungen. Denn hier sind Profis am Werk, die den Markt sondieren und ihr Unternehmen in Windeseile daran orientieren. Doch wo ist der eigene Anspruch der Agenturen geblieben in Sachen Beratungskompetenz ganz weit vorne zu sein?

Bleiben wir bei dem Beispiel der Visitenkarten, bleiben wir bei dem Material? Welcher Mitarbeiter der Agentur kennt denn heute die Vielfalt und Möglichkeiten angefangen bei einer Visitenkarte bis hin zu Produkten wie Broschüren, Mailings und vieles mehr? Wo ist die Neugierde geblieben? Wo ist der Grundansatz einer jeden erfolgreichen Agentur geblieben – „Was ich nicht selbst kann, erledige ich mit Partnern“? Wo spricht man heute noch im Vorfeld mit den Partnern wie Hersteller und Lieferanten? Wo werden Ideen besprochen?

[Tweet „Monoton werden standardisierte Aufträge unter einem scheinbar kreativen Dach abgefertigt.“]
 
Wenn selbst Agenturen die Kreativität scheinbar verlernt haben. Wer wundert sich da nicht, warum der „Geiz-ist-Geil“-verwöhnte Kunde (Konsument) von Blümchen zu Blümchen springt. Immer auf der Suche nach dem Besten Angebot, welches auch heute nicht immer das Billigste sein muß. Handlungsbedarf erkannt? Oder ist alles gut?

 

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